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CJD aktuell

 

Gewalt,
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Stellungnahme des
CJD Vorstands

1971-1987

Planung und Bau

Kurz nachdem das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands 1953 in Berchtesgaden das Jugenddorf Christophorusschule Obersalzberg eröffnete, kamen auch asthmakranke Jugendliche an die Schule. Schnell entstand die Notwendigkeit einer umfassenden medizinischen Betreuung und ein entsprechendes Konzept musste entwickelt werden.
Schon in den 50er Jahren war an der CJD Christophorusschule Obersalzberg die stabilisierende Wirkung des Höhenklimas auf asthmakranke Kinder und Jugendliche beobachtet worden. Der Grund dafür ist vor allem eine deutlich geringere Menge von Allergenen durch eine kürzere Pollenflugzeit, eine geringere Pollenmenge und durch das fast völlige Fehlen von Hausstaubmilben. Zwischen 1953 und 1971 wurden deshalb immer wieder Asthmatiker aufgenommen, deren Lebensqualität im Flachland stark eingeschränkt war. Zunächst gab es keinerlei begleitende medizinische Therapie, bis das Internat Obersalzberg 1971 die ersten zehn allergensanierten Plätze erhielt und zweimal wöchentlich eine ambulante medizinische Betreuung organisiert wurde. In dieser Zeit kam die Idee auf, in der für Asthmatiker therapeutisch günstigen Höhenlage eine Asthmaklinik mit 60-Betten zu bauen. 1975/76 lag bereits eine fertige Bauplanung vor, doch Zweifel an der Konzeption - vor allem aus pädagogischen Gründen - verhinderten die Realisierung. 1977/78 wurde alternativ die Kooperation mit einem bestehenden Asthmainstitut in Bad Salzufflen verfolgt. Zeitgleich zeigten Besuche anderer Asthmaeinrichtungen - vor allem in Frankreich aber auch in Belgien und der Schweiz -, dass ein integratives Langzeittherapiekonzept mit enger Verzahnung von Schule, beruflicher Förderung, Medizin und Sozialpädagogik die besten Voraussetzungen schaffen würde. Auf dieser Basis wurde 1981 eine stationäre ärztliche Betreuung mit sporttherapeutischer Betreuung, Integration von gesunden Kindern und Förderunterricht zum Ausgleich schulischer Defizite im CJD Jugenddorf Obersalzberg eingerichtet. Die Möglichkeit zur Arbeitserprobung und zu Berufsfindungsmaßnahmen für jugendliche Asthmatiker sollte später ergänzend hinzukommen. Ab diesem Zeitpunkt war die künftige Struktur des CJD Asthmazentrums Berchtesgaden bereits umrissen. Am 17. Februar 1983 lag schließlich die "Konzeption zur Planung und Errichtung eines Asthmazentrums" auf der Buchenhöhe bei Berchtesgaden vor. Nach vierjähriger Planungs- und Bauzeit konnte das Asthmazentrum am 1. September 1987 unter dem Namen CJD Jugenddorf Buchenhöhe - Asthmazentrum seinen Betrieb aufnehmen.
Bereits im Eröffnungsjahr zeigte sich das Jugenddorf Buchenhöhe - Asthmazentrum als aktive und lebendige Einrichtung. Zahlreiche Besucher aus Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur und von den Medien bewiesen ein großes öffentliches Interesse an dieser neuen Modelleinrichtung. Hochrangige CJD-Vertreter und Funktionäre internationaler Jugendverbände, wie etwa des YMCA Milwaukee waren vom Elan und Pioniergeist im Asthmazentrum beeindruckt. Im November besuchten 30 Mitglieder des örtlichen Rotary-Clubs die Einrichtung, kurz darauf gefolgt von Gästen aus Japan und Amerika. Im Dezember überzeugte sich auch der damalige Landrat Martin Seidl mit fünf Bürgermeistern vom Gelingen des Projektes. Anlässlich dieses Besuches übernahmen die Bürgermeister der Berchtesgadener Gemeinden je eine Patenschaft für ein Wohnhaus des Internatsbereiches, so dass bis heute die Wohngebäude die Gemeindenamen tragen: Haus Schönau, Haus Marktschellenberg, Haus Königssee, Haus Bischofswiesen, Haus Berchtesgaden und Haus Ramsau.