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11.10.2007 -

Grippeimpfung rettet Leben

Die echte, durch Influenza-Viren verursachte Grippe ist wesentlich gefährlicher als ein banaler Infekt. Besonders für Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen, wie Asthma bronchiale oder der bei Rauchern häufigen chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD besteht Gefahr. „Bei chronisch Kranken kann eine Grippe ernste Folgen haben“, warnt Dr. Gerd Schauerte vom CJD Asthmazentrum Berchtesgaden: „Die ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) empfiehlt deshalb die Impfung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit chronischen Krankheiten der Atmungsorgane“.
Das weltweite Netzwerk der WHO sammelt seit 1948 Daten über die zirkulierenden Grippeviren, um den Impfstoff jedes Jahr an die ständig mutierenden Viren anzupassen. In 83 Ländern werden dazu von Patienten Proben genommen. Auf dieser Basis gibt die WHO ihre Empfehlung für die Impfstoffzusammensetzung – jeweils für die nördliche und die südliche Hemisphäre. „Seit 1972 gab es rund 40 Änderungen bei dem Impfstoff“, so Dr. Schauerte, „dennoch sollte niemand von der Impfung eine absolute Gesundheitsgarantie erwarten, schon gar nicht, wenn sich jemand vor der Vogelgrippe fürchtet“. Dabei hat die Impfung durchaus etwas mit der Gefiederwelt zu tun: Der Impfstoff basiert nämlich auf Hühnereiweiß.
Vertragen wird die Impfung in der Regel recht gut. Nur Schwangere und echte Hühnereiweiß-Allergiker sollten darauf verzichten. „Ein Hauttest auf Hühnereiweiß ist dabei nicht ausschlaggebend“, erklärt der Allergologe Dr. Schauerte, „entscheidend ist eine allergische Reaktion z.B. beim Essen von Eiern. Wer die zeigt, sollte die Impfung nicht machen“.
Wichtig ist es, rechtzeitig zum Arzt zu gehen – am besten jetzt zu Beginn des Herbstes. „Wenn es zu einer richtigen Epidemie kommen sollte, wird der Impfstoff schnell ausgehen“, so Dr. Schauerte.




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Eduard Goßner

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