News
12.06.2008 -
Gegen Allergie: Schnellschuss vor dem Urlaub?
Schon mit nur vier Hyposensibilisierungsinjektionen ist eine Allergie unter Umständen deutlich gemindert. Neue Methoden reduzieren die Behandlungszeit erheblich, so Dr. Schauerte Allergologe im CJD Asthmazentrum Berchtesgaden, mal eben vor dem Urlaub zum Arzt und der Hauschnupfen hat sich erledigt, funktioniert aber dennoch nicht. Wenn das lästige Naselaufen und Augenbrennen schon begonnen hat, und die Pollensaison in vollem Gange ist, geht eine Hyposensibilisierung nicht mehr. Das muss vor der Saison erledigt werden, so Dr. Schauerte, am sinnvollsten ist ein Therapiebeginn nach Ende der saisonalen Beschwerden. Wer den Termin verpasst hat, seinen Urlaub aber dennoch halbwegs beschwerdefrei genießen will, kann auf wirksame Akutmedikamente zurückgreifen. Neben Augentropfen und Nasenspray empfehlen sich auch Antihistaminika in Tablettenform. Sie nehmen dem Histamin, das bei allergischen Reaktionen freigesetzt wird, die Andockstellen an den Körperzellen weg, indem sie sie besetzten. So können keine lokalen Entzündungen entstehen, die Heuschnupfen und juckende Augen verursachen. Das Antihistamin hilft so dem Körper, der normalerweise das Histamin durch Enzyme zersetzt allerdings so langsam, dass dadurch die Entzündungen nicht verhindert werden. Die Produktion dieser Enzyme wird auch bei längerer Einnahme von Antihistaminika nicht beeinträchtigt, erklärt Dr. Schauerte. Gerade für den Urlaub rät der Allergologe zu Tabletten, aber auch zur richtigen Wahl des Urlaubzieles. Am besten wäre ein allergikerfreundliches Hotel in den Bergen, empfiehlt Dr. Schauerte, bei entsprechender Höhenlage ab 1.000 m gibt es kaum Hausstaubmilben, weniger Schimmelpilzsporen und Schadstoffe in der Luft und vor allem sehr viel weniger Pollen. Für schulpflichtige Kinder und Jugendliche gibt es zudem auch eine Reihe von Rehabilitationsangeboten in den Bergen, die von den Krankenkassen anerkannt sind.






