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03.02.2012 -

25 Jahre Asthmazentrum Berchtesgaden

Mit einem Neujahrsempfang startete das CJD Asthmazentrum Berchtesgaden in sein Jubiläumsjahr. Seit 25 Jahren werden in dem Rehabilitationszentrum des Christlichen Jugenddorfwerkes Deutschlands chronisch kranke Kinder und Jugendliche betreut.

 

„Das Konzept für das Asthmazentrum wurde in den 1970er Jahren in Berchtesgaden entwickelt, weil es ein für Asthmatiker umweltklimatisch günstiger Standort ist und zudem mit den CJD Christophorusschulen bereits ein gutes schulisches Angebot von Seiten des CJDs bestand“, blickt der Ärztliche Direktor des Asthmazentrums, Dr. Josef Lecheler auf die Anfänge zurück. Der Inbetriebnahme 1987 sei „aufgrund von Hinterlassenschaften aus der Hitlerzeit eine schwierige Bauphase“ vorausgegangen.

Später wuchs das Zentrum nicht nur durch ergänzende Neubauten, auch die Aufgabenstellung weitete sich aus. Kamen am Anfang nur Asthmatiker, Allergiker und Neurodermitiker zur Rehabilitation nach Berchtesgaden, so folgten ab den 1990er Jahren auch Mukoviszidose-Patienten und nach 2000 Jugendliche mit Diabetes und Adipositas. Inzwischen stellen diese Patienten einen großen Anteil im Rehabilitationszentrum.

Als Ehrengäste bei dem Neujahrsempfang diskutierte der ehemalige CJD-Schüler Alexander Resch und die blinde Biathletin Verena Bentele über die Integration, über die Probleme und die Chancen von Menschen mit Behinderung.   

So berichtet der vielfache Weltmeister und Olympiasieger im Doppelrodel Alexander Resch von seiner Schulzeit: „Asthmatiker und Sportler hatten eines gemeinsam. Sie fehlten viel zu oft in der Schule. Die Asthmatiker waren aber absolut keine schlechten Schüler. Ich kann mich an einen erinnern, der war sehr gut. Von dem habe ich immer gerne abgeschrieben“.  Ein ebenso pointiertes Resümee zog Verena Bentele: „Als Menschen mit Behinderung wissen wir, was unser Handicap ist. Die anderen Leute wissen es ja oft gar nicht“.

Damit im Asthmazentrum auch weiterhin chronisch kranke Kinder und Jugendliche lernen, was ihre Grenzen sind und wie sie mit ihrem Handicap gut leben können, wünschten Landrat Georg Grabner und Bürgermeister Franz Rasp dem Zentrum alles Gute und viel Erfolg bei der zukünftigen Arbeit.

 

Verena Bentele und Alexander Resch im Gespräch mit Anton Kaunzner (Leiter Grund- und Hauptschule im CJD Asthmazentrum)

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Eduard Goßner
Eduard.Gossner@cjd.de

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